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Die Berge rufen! - Bergerlebnis Wildes Wasser

Bist wia a wilds Wasser, des vom Berg owarinnt, wia a wilds Wasser, auf a Roas mi mitnimmt …

Ich liege im Bett und hab diesen Song im Ohr, wenn ich an die geplante Tour heute denke. Mit Schwung und voller Motivation hüpfe ich aus dem Bett und kann es kaum erwarten die anstehende geführte Wanderung mit dem klingenden Namen „Wilde Wasser“ mitzumachen!

 

Um 8:45 Uhr treffe ich Herbert, unseren Wanderführer ebenso wie Constanze, die im Sommer bei uns als Guide im Sport- und Aktivzentrum arbeitet.
Die meisten Gäste sind schon eingetroffen und ein paar leihen sich für die Wanderung noch Bergschuhe aus.

 

Wir schultern unsere Rucksäcke und los geht’s!
Um 9:00 Uhr fahren wir mit dem Sportweltbus in Richtung Obertauern. Mit der Flachau Sommer Card bezahlen unsere Gäste ja nur € 1,--. und somit ist der Bus eine sehr günstige Möglichkeit, um zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung kurz vor Obertauern zu gelangen. Netterweise lässt uns der Busfahrer schon ein kleines Stück vor der offiziellen Haltestelle bei der Abzweigung zum Johanneswasserfall aussteigen.

 

 Sportweltbus

 

Hier werden noch die letzten Gesichter mit Sonnencreme eingeschmiert und unser Wanderführer Herbert gibt uns nochmals einen kurzen Überblick, was uns am heutigen Tag erwartet.

 

Toureneinfuehrung

 

Naturschauspiel Johanneswasserfall
Das erste und sicherlich sehr beeindruckende Erlebnis wird heute der Johanneswasserfall sein. Ich freue mich schon riesig darauf, dieses Naturschauspiel endlich wieder einmal aus der Nähe zu sehen! Wir wandern vom Ausgangspunkt ca. 10 Minuten bis wir den Wasserfall erreichen. Vorsichtig steigen wir die feuchten Holzstufen hinab und bald zeigt sich der Johanneswasserfall in seiner ganzen Pracht. Wir staunen um die Wette und bewundern, wie das tosende Wasser 60 m in die Tiefe stürzt. Viele unter uns zücken das Handy oder die Kamera, um die imposanten Wassermassen in einem Foto festzuhalten. Sensationell cool finden viele von uns, dass wir hinter dem Wasserfall hindurchwandern. Dabei genießen wir noch ein bisschen die kühlen Tröpfchen auf unserer Haut. Es soll ja heute ziemlich heiß werden.

 

Gruppenfoto   Constanze am Wasserfall

 

Von Alpakas und Kühen am Hirschwandsteig
Wir machen uns sogleich auf die Socken, denn unser Weg ist noch weit. Es geht zur Felseralm. Hier treffen wir auf für unsere Breiten doch recht außergewöhnliche Tiere – Alpakas! Die leben normal in den südamerikanischen Anden, doch diese beiden Exemplare fühlen sich sichtlich wohl bei uns. Die Kinder in unserer bunt gemischten Wandergruppe haben ihre helle Freude mit den gutmütigen Tieren, aber auch die Erwachsenen sind recht angetan.

 

 Alpakas

 

Unser Weg führt uns nun den sogenannten Hirschwandsteig entlang mitten in ein wunderschönes Almgebiet. Der Hirschwandsteig hat seinen Namen von der Felswand (Hirschwand), an der dieser Steig vorbei führt. Einen Hirsch bekommen wir allerdings diesmal leider nicht zu Gesicht.

Hirschwandsteig

 

Das Rauschen des Johanneswasserfalles hört man teilweise immer noch sehr gut und manchmal kann man ihn sogar noch sehen!

 

Ich bilde das Schlusslicht unserer Wandergruppe und achte darauf, dass auch immer alle da sind. Ja, ich bin sehr oft und auch sehr gerne in den Bergen unterwegs, denn beim Wandern kann ich so richtig gut abschalten und den Alltag hinter mir lassen. Ich bin auch viel alleine in den Bergen unterwegs und gerade deshalb genieße ich es, heute Gesellschaft zu haben und nette Gespräche zu führen. Das Tempo, das wir heute gewählt haben, passt super dafür.

 

Zwischendurch machen wir immer wieder kurze Trinkpausen. Herbert erklärt uns die Almblumen, ihren Nutzen, ihre Verwendung zu früheren Zeiten und welche giftig und auch für das Weidevieh ungenießbar sind.
Kuhglocken geben den Takt auf diesem Tourenabschnitt an und das Jungvieh, das gerade einen wunderschönen Almsommer hier oben verbringt, sieht uns neugierig nach. Die Sonne strahlt vom Himmel und mit uns um die Wette, denn wir freuen uns wie Königskinder über die wunderbarste Aussicht auf die Bergwelt, die man sich nur vorstellen kann.

 

 Trinkpause

 

Wanderfuehrer Herbert gibt sein Naturwissen leidenschaftlich gerne weiter

Auf der Alm, da gibt’s keine Sünd‘
Die Kinder zupfen schon an den T-Shirts der Eltern und fragen wann wir endlich bei der Alm sind. Es dauert nicht mehr lange, da sehen wir auch schon hinüber zur Scharfetthütte, die im Gebiet der Hafeichtalmen liegt. Almwirtin Elisabeth begrüßt uns freudig und unsere Ausdauer wird mit einer herzhaften Jause belohnt: Brettljause, Kasjause, Bauernkrapfen, Buttermilch - mmmmmh das schmeckt!!

 

Brettljause

 

Kasbrot

 

Auf der Scharfetthütte steht zudem ein Binoggl bereit um das herrliche Panorama zu genießen und um Wildtiere zu beobachten. Trotz dem heißen Wetter haben wir heute Glück und wir bekommen einige Murmeltiere (oder „Mangei“, wie wir hier sagen) zu Gesicht. Da gibt’s zu Hause dann viel zu erzählen!

 

Murmeltiere betrachten

 

Panorama geniessen

 

Glücklich und zufrieden verlassen wir die Alm und wandern talwärts in Richtung Flachauwinkl. Mit dem Sportweltbus fahren wir zurück zum Ausgangspunkt nach Flachau. Dieser schöne Tag wird uns sicher allen lange in Erinnerung bleiben und ich nehme mir vor, öfters diese Wanderung zu machen.

 

Mundartlexikon:

owarinnt = hinunter fließen
Roas = Reise
Binoggl = Fernglas
Mangei = Murmeltiere

 

Nützliche Infos und Links:
Genug zum Trinken mitnehmen.
Auch wenn man vorerst die Sonne nicht sieht, weil sie noch in den Wolken versteckt ist, sollte eine Sonnencreme und Kopfbedeckung nicht vergessen werden. Auch empfehlen wir auf weiten Wanderungen immer eine Regenjacke einzupacken.

Für diejenigen, die diese Wanderung gerne alleine machen wollen, gibt es hier die Wegbeschreibung.

Anreise mit dem Sportweltbus nach Obertauern
Toureneinführung mit unserem Wanderführer Herbert
Gruppenfoto am Wasserfall
Constanze am Wasserfall
Alpakas auf der Felseralm
Herberts Naturkunde
Brettljause
Kasbrot

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